
DERia28 heft i.IEBR MITTEILUNGEN DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT Ft)R BAUINGENIEURWESEN.
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B. E r t e ilte P a te n te .
Bekanntgem acht im P atentblatt Nr. 46 vom 17. November 1927.
KI. 4 c, Gr. 35. 453 238. Reinhold Wagner, Berlin-Charlottenburg,
Kantstr. 158. Sclieibengasbchalter m it durch Seilzug ge-
fiihrter Scheibe. 9. IX . 26. W 73 600.
Kii 5 d, Gr. 10. 453 362. M aschinenfabrik G. Hausherr, E. Hinsel-
mann & Co. G. m. b. H., Essen, Zweigertstr. 28. Sicher-
heitsbrem sbergplatte. XI. IV. 26. M 94084.
KI. 19 a, Gr. 28. 453 241. D r.-lng. e. h. O tto Kam merer, Berlin-
Charlottenburg, Lyckallee 12, u. W ilhelm U lrich Arbenz,
Berlin-Zehlendorf, Sophie-Charlotten-Str. 11. Zwingrollen-
einstellvorrichtung an Gleisrtickmaschinen fiir abgcnutzte
Schienen. 4. V III. 26. K 100 155.
KI. 19 a, Gr. 28. 453 242. K arl VóBloh, W erdohl i. W . H ilfsgerat
fiir den Zusam menbau von Schienenbefestigungen, dereń
Einzelteile mittels eines lotrechten, die Schwelle mit wage-
rechtem Hakenkopf untergreifenden Schraubenbolzens fest-
gelegt werden. 8. X I. 24. V 19 633.
KI. 20 i, Gr. 33. 453269. K arlB ergfeld, Berlin-W ilmersdorf, Branden-
burgische Str. 43. Vorrichtung zur U bertragung der jeweili-
gen Signalstellung auf Fahrzeuge, 4. X I. 23. B i i i 276.
KI, 35 a, Gr. 4. 453 221. W illy W iemann, Brem en, W eberstr. 17.
Bauaufzug. 25. V III. 25. W 70 266.
KI. 35 a, Gr. 16. 453 181. Erich Osterloh, Berlin W 35, Ltitzowstr. 96.
Vorrichtung zum Prufen der Fangvorrichtung von Aufzugen
u, dgl. wahrend des Betriebes. 31. III. 26. O 15 588.
KI. 37 a, Gr. 5. 453 139. Anton Vogt, Muńchen, Blutenburgstr. 100.
Verfahren zum schalungslosen Herstellen von eisenbewehrten
Stam pfm auern. 3. I. 25. V 19 826.
KI. 37 b, Gr. 5. 453 332. Deutsche ICahneisen-Gesellschaft m. b. H.,
Berlin W 8, Unter den Linden 17/18. Geschlitzte, hohle
Einlageschienen fiir Betonbauten. 1. V. 25. D 47 876.
KI. 37 c, Gr. 5. 453 223. Svend Oscar Andersen, Hornum, Dane-
m ark; V ertr.: Dr. A. Zehden, Pat.-Anw ., Berlin SW 11.
Unterlageklotz fiir W ellblechdacher. 2. V I. 26. A 48 107.
Danemark 29. X . 25.
KI. 37 d, Gr. 1. 453183. Fa. E. Schwenk, Ulm, Donau, Blau-
ring 11— 15. Treppe. 23. V I. 25. Sch 74565.
KI. 42 f, Gr. 9. 453 233. Carl Schenck, EisengieBerei und M aschinen
fabrik D arm stadt G. m . b. H ., Landwehrstr. 55, u. Dr.-
ln g, M ax Raudnitz, Friedrichstr. 18, Darm stadt. Ent-
lastungsvorrichtung fiir Gleiswaagen. 8. V II. 25. Scli 74 729.
KI. 80 b, Gr. 9. 453201. Michelin & Cie., Clerm ont-Ferrand, F rankr.;
V ertr.: Dipl.-Ing. K . Eisenhart, Pat.-A nw., Munchen.
Verfahren zur H erstellung einer kilnstlichen Lava. 15. X II.
26. M 97425. Frankreich 19. X II. 25.
KI. 80 b, Gr. 18. 453265. E rik Christian Bayer, Kopenbagen;
V ertr.: Dr. L. Gottscho, Pat.-Anw ., B erlin W 8. Verfahren
zur H erstellung von porosen Baum aterialien; Zus. z.
Pat. 421 777. 2. X . 25. B 122 003.
KI. S od, Gr. 1. 453159. Arm in Korn, Berlin-Friedenau, Begas-
straBe 7. Bohren von Lochern in Gestein m ittels langs
oder schraubenform ig genuteter, - achsial verschiebbarer
und drehgeschalteter Schlagbohrer. 18. X II. 26. K 102 125.
KI. 84 c, Gr. 2. 453 210. Beton- u. Tiefbau-Gesellschaft M ast m.
b. H., Berlin SW 68, Zimm erstr. 94. Vortreibspitze mit
Abdichtungsrinne fiir Vortreibrohre. 7, II. 24. Z 14 224.
KI. 84 c, Gr. 2. 453 211. Beton- u. Tiefbau-Gesellschaft m. b. H ,,
Berlin SW 68, Zim merstr. 94. A bdichtung des unteren
Endes eines Vortreibrohres. 24. II. 24. Z 14 264.
KI. 84 d, Gr. 2. 453 309. Orenstein & Koppel Akt.-G es., Berlin
SW 61, Tem pelhofer U fer 23/24. Baggerlóffel m it zwei
iibereinander angebrachten beweglichen Bodenverschlilssen.
26. III. 25. O 14 833.
MITTEILUNGEN DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FUR BAUINGENIEURWESEN.
Geschaftstelle: BERLIN N W 7, Friedrich-Ebert-Str. 27 (Ingenieurhaus).
Femsprecher: Zentrum 15207. — Postscheckkonto: Berlin Nr. 100329.
Baugrundforschung.
Der AusschuB fiir bautechnische Bodenkunde hielt A nfang
Dezem ber eine Sitzung im Ingenieurhaus unter Vorsitz von Herrn
M inisterialrat B u s ch ab. E s wurde beschlossen, die Bezeichnung
„ D e u ts ch e r A u ssc h u B fiir B a u g ru n d fo r s c h u n g b ei d er
D e u ts ch e n G e s e lls c h a ft fu r B a u in g e n ie u rw e s e n " anzu-
nehmen.
Zunachst verhandelte der AusschuB iiber das in frtiheren
Beratungen vorbereitete Arbeitsprogramm . Dieses wurde in der
naclistehend wiedergegebenen Form festgelegt.
W eiter wrurde ein M e r k b la t t eingehend durchgesprochen und
vorlaufig abgesclilossen, das die Entnahm e und Behandlung von
Bodenproben behandelt und ebenfalls weiter unten abgedruckt ist.
Besonders wertvoll fiir die Aufstellung des M erkblattes ist die Be-
teiligung auch praktischer Kreise der Bohrtechnik im AusschuB.
Der AusschuB stellt dieses vorlaufige M erkblatt zur allgemeinen
Erorterung. Bei der W ichtigkeit der Sache werden AuBerungen aus
moglichst weiten Kreisen der Praxis und der W issenschaft erbeten
(Anschrift: Deutsche Gesellschaft fur Bauingenieurwesen, Berlin N W 7,
Ingenieurhaus).
Der AusschuB ist in seiner Arbeit auf die M itarbeit der Praxis
ganz besonders angewiesen. E r bittet deshalb, ihn von wichtigen Be-
obaclitungen und dergl. unterrichten zu wollen.
A r b e itsp r o g ra m m de s D e u tsc h en A u ss c h u ss es fu r
B a u g r u n d fo r sc h u n g b ei d er D e u tsch e n G e s e lls c h a ft fiir
B a u in g e n ie u rw e se n . ■
A. Aufgaben und Ziele.
I. A llg e m e in e s.
Der AusschuB fiir bautechnische Bodenforschung will die wissen-
schaftlich praktische Forschungstatigkeit auf dem Gebiete der bau-
technischen Bodenkunde anregen und fordern und zur Erw eiterung
und Verbreitung der Kenntnisse iiber den Baugrund beitragen.
Mancherlei UnglUcksfalle, unrichtige BauausfUhrungen, verfehlte
W iederherstellungsarbeiten, Meinungsverschiedenheiten und Streitig-
keiten zwischen Auftraggeber und Unternehmer, unzutreffende Ver-
anschlagungen der Arbeiten u. a. haben ihre Ursachen darin, daB ent-
weder der Boden nicht sorgfaltig oder nicht richtig untersucht worden
ist, oder daB man nocli keine geeigneten Verfahren und keine aus-
reichenden Anhaltspunkte hatte, um seine Eigentlim lichkeiten im
, voraus zu erkennen und sie durch eine zutreffende Bezeichnung
der Bodenarten zum Ausdruck zu bringen.
Der BaugrundausschuB w ill deshalb einwandfreie und einheit-
liche Verfahren zur Bodenuntersuchung entwickeln, klare A nhalte,
soweit moglich in G estalt zahlenmafliger Angaben, zur Kennzeichnung
der Eigenschaften der Bodenarten gewinnen und fiir diese einheitliche
und eindeutige Bezeichnungen wahlen, um damit die Grundlagen fiir
die richtige Beurteilung und Behandlung des Bodens fiir Bauzw ecke
zu schaffen oder zu verbessern.
II. A u fg a b e n d er F o r sc h u n g s a rb e it.
1. S tu d iu m d e rje n ig e n B o d e n e ig e n s c h a fte n , d ie d as
V e rh a lte n d es B o d en s a is B a u g ru n d u nd a is B a u s to ff im
w e ite re n S in ne d es W o rtes b e e in flu s se n .
a) Untersuchung der petrographisch-physikalischen Eigenscha/ten,
also Raumgewicht, K ornart, KorngroBc, Porenziffer, W asser-
gehalt, W asserdurchlassigkeit, Druck-, Zug- und Scherfestig-
keit, elastisches und plastisches Verhalten, R eibung und K o-
hasion. Soweit moglich Erm ittlung und Einfiilirung zahlen-
maBiger Ausdriicke fiir den Grad dieser Eigenschaften.
b) Untersuchung der Veranderung der unter a) genannten Eigen
schaften durch natiirliche Einwirkungen, z. B . W asser, Schwer-
kraft, Uberlagerung, Gebirgsdruck, W itterung u. dergl.
c) Untersuchung der Veranderung der unter a) genannten Eigen
schaften durch kunstliche Einwirkungen, z. B . durch Losen,
Entwassern, Einschlam men, Schiitten, Ramm|en, Stampfen,
W alzen, Gefrieren, Belasten, Erschtittern usw.
d) Ausbildung tind Festsetzung der Verfahren zur E rm ittlung der
unter a— c aufgefiihrten Eigenschaften und Einwirkungen.
2. B e s c h r e ib u n g , B e ze ic h n u n g un d K la s s ifiz ie r u n g d er
B o d e n arte n .
a) E s sind m oglichst einheitliche Bezeichnungen fur die Boden
arten unter Ausschaltung der vielen Doppelbenennungen ein-
zuffihren, m oglichst auf Grund der zahlenmaBig festgestellten
Eigenschaften der Bodenarten.
b) Es ist eine K lassifikation der Bodenarten unter Beriicksichti-
gung bautechnischer Gesichtspunkte anzustreben, bzw. die vor-
handenen abzuandem und zu erganzen.
c) Es sollen Monographien der Bodengruppen und Einzelarten
verfaBt werden unter Beigabe statistischer Tabellen, die die
Ergebnisse der Bodenuntersuchungen enthalten.
3. F e s ts te llu n g e in h e it lic h e r M e th o d en fiir d a s V o r g e lie n
u nd d ie V e r fa h re n zu r U n te r su c h u n g d es B a u g ru n d e s
an O rt u nd S te lle .
a) U ntersuchung des Gelandes nach seinen geologischen, Ober-
flachen- und W asserverhaltnissen. Feststellung der Lage, A rt,
Zahl und Tiefe der erforderlichen Aufschlusse und der dabei
zu verwendenden Apparate.
b) Vergleich der Ergebnisse von Probebohrungen m it den tat-
sichlich beim Bau vorgefundenen Verhaltnissen.
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